Neue GWG-Wertgrenzen


Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die bisherige Wertgrenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter von 410,- Euro auf jetzt 800,- Euro angehoben. Die wesentlichen Neuerungen des Gesetzes im Hinblick auf GWG sind:

  • Die neue gesetzliche Regelung hebt die vorgenannten Grenzwerte im Wesentlichen an. Der neue Grenzwert für Geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG beträgt zukünftig 800 EUR. Bei der Aufzeichnungsflicht nach § 6 Abs. 2 Satz 4 verblieb es aber nach dem Gesetz zunächst bei den 150 EUR. Diese offensichtliche Unstimmigkeit, die wohl auf einem Versehen des Gesetzgebers beruhte, hat dieser dann durch das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz v. 30.6.2017 (BGBl. I 2017, S. 2143) korrigiert, so dass auch hier ab 2018 die Grenze 250 EUR ist. Die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als GWG bleiben unverändert.
  • Für die Alternative des Sammelpostens nach § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG beträgt der untere Grenzwert zukünftig 250 EUR, der obere von 1 000 EUR bleibt unverändert. Unverändert bleiben die übrigen Voraussetzungen und Folgen der Bildung des Sammelposten.
  • Zudem können gemäß § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG Wirtschaftsgüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, bei einem Wert von 250 EUR (statt bislang 150 EUR) in voller Höhe im Jahr der Anschaffung oder Herstellung als Betriebsausgaben abgezogen werden.
  • Quelle: https://www.haufe.de/finance/jahresabschluss-bilanzierung/gwg-sammelposten-2018-was-sie-beachten-muessen_188_429272.html

 

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